Zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen haben die Eisbären Heilbronn ihren direkten Konkurrenten Fire Wings Schwenningen mit einer Niederlage nach Hause geschickt. Hatte es vor einer Woche noch 6:3 geheißen, so gewannen die Eisbären diesmal in überzeugender Manier mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0) und verschafften sich damit ein Sechs-Punkte-Polster auf den direkten Konkurrenten, der dadurch auf Platz 5 zurückgefallen ist.
Die erste gute Nachricht gab es bereits vor dem Spiel, denn am Nachmittag hatte das “Eisbären-Perspektivteam 2030″ Zuwachs bekommen! Herzliche Gratulation an unseren Spieler John Kraiss zur Geburt seines Sohnes Lennox-Lyon
Das Spiel begann gleich nach 13 Sekunden mit einer Strafzeit gegen die Eisbären: Zum ersten Mal in dieser Saison wurde Topscorer Milan Liebsch auf die Strafbank geschickt. Doch trotz dieses unerfreulichen Beginns nahmen die Eisbären das Heft schon bald in die Hand, und Felix Kollmar nutzte in der 5. Minute die erste Schwenninger Strafe in Überzahl zum 1:0. Die mit insgesamt 15 Juniorenspielern angetretenen Gäste waren bemüht, die Eisbären durch kleinere Provokationen aus dem Konzept zu bringen, was dann kurz vor der ersten Drittelpause zu einer Keilerei zwischen Alex Weiß und Markus Zappe führte, die Hauptschiedsrichter Sintenis mit insgesamt sechs Strafminuten für Weiß und vier Minuten für Zappe bedachte.
Auch im zweiten Drittel waren die Eisbären von Beginn an hellwach und konnten die entsprechenden Akzente setzen. Schon nach etwas mehr als zwei Minuten umkurvte Hansi Becker das Schwenninger Tor und schob die Scheibe zum 2:0 über die Linie. In Unterzahl setzte Michael Filobok in der 30. Minute das 3:0 drauf, als er im Rücken der weit aufgerückten Schwenninger einen langen Pass von Marc Oppenländer annahm, allein auf das Schwenninger Tor zu raste und Keeper Henning Schroth zum 3:0 verlud. Doch obwohl die Eisbären ihren Gegner zu diesem Zeitpunkt fest im Griff hatten, gelang Andreas Erlenbusch in der 36. Minute der Anschlusstreffer zum 3:1. Das Team von Trainer Kai Sellers ließ sich dadurch allerdings nicht aus dem Konzept bringen, und so hämmerte Sascha Bernhardt schon eine halbe Minute später die Scheibe mit einem satten Schlagschuss in Überzahl zum 4:1 in die Maschen. Henning Schroth verließ daraufhin seinen Kasten und machte Platz für seinen Vertreter Benjamin Tabor.
In der 37. Minute folgte dann der negative Höhepunkt des Abends, als Marco Minervini Michael Filobok mit einem Check gegen den Kopf niederstreckte, der stark an die Szene aus dem Eisbären-Spiel gegen Hügelsheim erinnerte, in der ein Gästespieler schwer verletzt worden war. Während Filobok behandelt wurde – er konnte später wieder weiterspielen – “kümmerte” sich Eisbären-Verteidiger Tim Riedel nachhaltig um Minervini, was letztendlich beiden Spielern eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einbrachte.
Im Schlussdrittel wurde der Widerstand der Gäste weniger, doch konnten die Eisbären lange kein Kapital aus ihrer Überlegenheit schlagen – bis dann in der 51. Minute Paul Gagnon einen herrlichen Treffer zum 5:1-Endstand markierte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste bereits auf ihren Torschützen Erlenbusch verzichten müssen, der in der 47. Minute wegen fortgesetztem Reklamieren ebenfalls mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe bedacht worden war.
Zum Spieler des Abends wurde bei den Eisbären Goalie Max Dürr gewählt, der die Schwenninger Chancen reihenweise souverän zunichte machte und der in der 39. Minute bei einem Alleingang von Steven Zrinski seine beste Szene hatte.
Da am Wochenende sowohl Hügelsheim als auch Stuttgart ihr jeweiliges Spiel gewonnen haben, rutschten die Fire Wings Schwenningen zum ersten Mal in dieser Saison aus den Playoff-Rängen. Der Vorsprung der Eisbären zu den nun fünftplatzierten Schwenningern beträgt jetzt ganze sechs Punkte, wobei Schwenningen sogar bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Die Eisbären (30 Punkte) könnten mit einem Sieg am Freitag gegen Stuttgart (32 Punkte) sogar auf Platz zwei springen.
Tore:
1:0 (5.) Kollmar (Weiß/Becker) +1
2:0 (23.) Becker (Filobok)
3:0 (30.) Filobok (Oppenländer) -1
3:1 (36.) Erlenbusch (Soppa)
4:1 (36.) Bernhardt (Vogler/Gagnon) +1
5:1 (51.) Gagnon (Liebsch/Bernhardt)
Strafen:
Eisbären 25 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für Riedel
Schwenningen 23 Minuten plus SPieldauer-Disziplinarstrafen für Minervini und Erlenbusch
Knapp, ganz knapp haben die Eisbären Heilbronn am Freitag die große Sensation beim EHC Freiburg verpasst. Mit 3:4 (1:2, 0:0, 2:2) unterlag das Team von Kai Sellers beim immer noch ungeschlagenen Tabellenführer, den man mit einer starken Defensivleistung an den Rand der Verzweiflung brachte und der erst in den letzten Minuten die drei Punkte unter Dach und Fach brachte.
Ohne Filobok, Kraiss, Luschenz, Keterling, Brendle, Dexheimer und Marian Metz angetreten, mussten die Eisbären relativ schnell einem 2:0-Rückstand hinterher laufen. Böcherer (9.) und Kern (13.) hatten für die Gastgeber getroffen. Freiburg hatte deutlich mehr Spielanteile, doch die Eisbären setzten die defensive Taktik ihres Trainers fast perfekt um und kamen immer wieder zu guten Kontern. Einen davon schloss Alex Weiß noch vor der ersten Pause zum 2:1 ab.
Im mittleren Spielabschnitt drängte der EHC darauf, den Vorsprung auszubauen, doch fand der Tabellenführer keine Mittel um die kompakt stehende Eisbären-Defensive zu knacken, so dass man mit dem 2:1 auch zum zweiten Mal in die Kabine ging.
In der 45. Minute trauten die 1156 Zuschauer in der Franz-Siegel-Halle dann ihren Augen nicht. Es war nicht ihr Team, der Topfavorit, der den nächsten Treffer erzielte, sondern der vermeintliche “Underdog” aus Heilbronn, der in Person von Sascha Bernhardt zum 2:2-Ausgleich traf. Freiburg zog das Tempo nun zwangsweise weiter an, verzweifelte aber an den Eisbären, die die Räume eng machten und jegliches Kombinationsspiel unterbanden. Dabei ergaben sich für die Eisbären immer wieder gute Kontermöglichkeiten, von denen einer in der 50. Minute fast zum Erfolg geführt hätte. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Gastgeber dann aber vollends das Kommando, und Eisbären-Keeper Max Dürr hatte alle Hände voll zu tun um einen erneuten Rückstand zu vermeiden.
In der 53. Minute war dann aber auch er machtlos, als Routinier Patrick Vozar nach einem individuellen Fehler freistehend zum viel umjubelten 3:2 einschießen konnte. Nur zwei Minuten später schien die Partie endgültig zu Gunsten der Freiburger gelaufen, denn Anton Bauer traf in Überzahl zum 4:2. Doch die wackeren Eisbären steckten nicht auf und kamen in der 56. Minute durch den starken Hansi Becker nochmal zum Anschlusstreffer zum 4:3. In der Freiburger Halle wurde es ganz still, und die Fans sehnten die Schlusssirene herbei. Diese kam dann auch – Sekunden nachdem Felix Kollmar die große Chance zum 4:4 vergeben hatte.
Trotz der Niederlage geriet Trainer Sellers nach der Begegnung in Schwärmen: “Das Team hat heute so klasse gespielt. Wir hätten den einen Punkt sowas von verdient gehabt. Es hat wirklich nur das eine Quäntchen Glück gefehlt. Die Jungs waren absolut super!” Begeistert zeigte sich Sellers auch vom Schiedsrichter-Gespann: “Das war heute die mit Abstand beste Schiedsrichterleistung in dieser Saison und wahrscheinlich auch in den Jahren davor. Schiedsrichter Sintenis und seine Linesmen haben mit sehr viel Fingerspitzengefühl gepfiffen und alle Entscheidungen waren korrekt. So etwas wünsche ich mir öfter.”
Jetzt gilt es für die Eisbären, die starke Leistung mit in das Heimspiel am Sonntag (19 Uhr) gegen Schwenningen zu übernehmen und die drei Punkte auf das Haben-Konto zu verbuchen. Verzichten muss das Team am Sonntag auf Benjamin Brozicek, der mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig duschen gehen musste, und auf Arno Metz, der sich eine Bänderverletzung im Knöchel zugezogen hat.
Mit 6:3 (1:0, 2:1, 3:2) haben die Eisbären Heilbronn die Fire Wings Schwenningen geschlagen und haben damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Playoffs geholt.
Die erste Überraschung hatten die Eisbären schon beim Warmlaufen für die Fans parat, als überraschend mit Alexander Dexheimer ein “neuer” Spieler auflief, der eigentlich während der vergangenen Saison die Schlittschuhe an den Nagel gehängt hatte.
Von Beginn an sahen die 324 Zuschauer ein Eisbären-Team, das wesentlich entschlossener als in den letzten Partien zur Sache ging und die Partie unbedingt gewinnen wollte. Da auch die Gäste drei Punkte anstrebten, entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit guten Torszenen auf beiden Seiten. Die erste Duftmarke setzte dann der überragende Milan Liebsch in der 7. Minute, als er einen Querpass von Alex Keterling zum 1:0 verwandelte. In der 14. Minute wäre dann beinahe noch das 2:0 gefallen, als Gästekeeper Henning Schroth einen Schlenzer von Heiko Vogler durchrutschen ließ. Doch statt weiter ins Tor zu trudeln, blieb die Scheibe kurz vor der Linie liegen, so dass es nach dem ersten Drittel beim 1:0 blieb.
In der 26. Minute erhöhte Michael Filobok während einer 5-Minuten-Strafe der Gäste auf 2:0 – ein Tor, das auf der Schwenninger Bank so heftige Proteste auslöste, dass der Schiedsrichter letztendlich 2 plus 2 Minuten Bankstrafe gegen die Fire Wings aussprechen musste. Alexander Gruhler hatte noch kaum auf der Strafbank Platz genommen, da zappelte die Scheibe erneut im Netz. John Kraiss hatte bei 5 gegen 3 zum 3:0 getroffen (27. – siehe Foto).
Zwei Minuten später hatte Schwenningen die große Chance zum Anschlusstreffer, doch entschärfte der gut aufgelegte Max Dürr im Eisbären-Tor souverän den Penaltyschuss von Steven Zrinski. In der 32. Minute war es dann aber doch so weit: Andreas Erlenbusch nutzte eine Strafe von Alex Dexheimer zum 3:1. Nach diesem Treffer kamen die Gäste besser ins Spiel, was sich auch ins Schlussdrittel übertrug. Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts waren alle fünf Eisbären-Spieler weit aufgerückt, ohne sich um den freistehend an der Mittellinie wartenden Markus Zappe zu kümmern. Dieser bekam die Scheibe, zog auf und davon – und scheiterte an dem glänzend reagierenden Max Dürr.
Eine Minute später war aber auch der junge Eisbären-Keeper machtlos, als seine Vorderleute erneut zu weit aufgerückt waren und die Gäste durch Karsten Schulz einen Konter zum 3:2 abschlossen. Nun drohten die Eisbären ins Wanken zu geraten, das Spiel ging in seine entscheidende Phase – eine Phase, in der die Eisbären statt einzubrechen Stärke zeigten und durch Sascha Bernhardt das 4:2 erzielten (44.). Drei Minuten später hatte Milan Liebsch gar das 5:2 auf dem Schläger, doch scheiterte er am Pfosten. In der 49. Minute war Liebsch dann aber doch mitverantwortlich für die Vorentscheidung. Alex Weiß fing in der neutralen Zone die Scheibe ab, passte quer auf Liebsch, der vor dem Tor erneut auf Weiß quer legte, so dass dieser nur noch zum 5:2 einschieben musste.
Haarig wurde es für die Eisbären nochmal in der Schlussphase, als nacheinander Sascha Bernhardt, Felix Kollmar und Michael Filobok auf die Strafbank wanderten und Schwenningen durch Stefan Schäfer auf 5:3 verkürzte (57.). Gäste-Coach Michael Stegmann setzte nun alles auf eine Karte und nahm seinen Goalie vom Eis, um mit sechs gegen vier Spielern noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch wiederum war es Milan Liebsch, der die Pläne der Fire Wings zunichte machte. Statt die Scheibe mit der Rückhand aus spitzem Winkel ins leere Tor zu schlenzen, passte er uneigennützig auf den besser postierten Paul Gagnon, der mit dem viel umjubelten 6:3 alles klar machte (59.).
Mit dem Sieg konnten sich die Eisbären nun ein kleines Polster auf die Schwenninger verschaffen, die am nächsten Sonntag (5.2.) erneut in Heilbronn gastieren – es ist das Nachholspiel der im Oktober abgesagten Begegnung. Zunächst geht es für die Eisbären aber am Freitag zum ungeschlagenen Tabellenführer nach Freiburg.
Tore:
1:0 (7.) Liebsch (Keterling)
2:0 (26.) Filobok (Liebsch/Gagnon) +1
3:0 (27.) Kraiss (Liebsch/Becker) +2
3:1 (32.) Erlenbusch (Vater/Stöhr) +1
3:2 (42.) Schulz (Schäfer/Vater)
4:2 (44.) Bernhardt (Filobok/Gagnon) +1
5:2 (49.) Weiß (Liebsch)
5:3 (57.) Schäfer (Minervini/Zrinski) +2
6:3 (59.) Gagnon (Liebsch) EN
Strafen:
Heilbronn 18 Minuten
Schwenningen 19 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für Christopher Kohn
Als das Jahr 2012 begann, schien die Verteilung der vier heiß begehrten Playoff-Plätze der Regionalliga Südwest schon entschieden zu sein. Zu deutlich war der Vorsprung von Freiburg, Stuttgart, Schwenningen und den Eisbären Heilbronn vor den Verfolgern Rhein-Neckar Stars und Hügelsheim. Doch nun, drei Spiel-Wochenenden später, sind die Karten neu gemischt. Während der EHC Freiburg inzwischen uneinholbar davon gezogen ist, leisteten sich die anderen Favoriten zuletzt einige Ausrutscher, so dass das Feld wieder eng zusammen gerückt ist.
Deshalb ist es für die drittplatzierten Eisbären Heilbronn umso wichtiger, bei ihrem Heimspiel am Freitag (20 Uhr) die punktgleichen Fire Wings Schwenningen auf Distanz zu halten. Wie die Eisbären zeigte sich der Gegner vom Neckarursprung zuletzt als Team mit zwei Gesichtern. Einer Niederlage beim Verfolger Hügelsheim folgte ein Heimsieg gegen Stuttgart, doch dann musste man am letzten Wochenende beim Underdog Zweibrücken Hornets eine überraschende 4:6-Niederlage hinnehmen.
Letzteres “Erlebnis” kennen die Eisbären nur zu gut, hatte man vor zwei Wochen doch auch unnötig drei Punkte in Zweibrücken liegen lassen. Mit dem 7:1-Sieg gegen Bad Liebenzell vom letzten Wochenende im Rücken blickt man im Lager der Eisbären der Freitags-Partie jedoch optimistisch entgegen. “Wir spielen jetzt zweimal hintereinander zuhause gegen unseren direkten Konkurrenten Schwenningen. Dies müssen wir nutzen, um uns in der Tabelle einen Puffer auf Schwenningen, Hügelsheim und die Rhein-Neckar Stars zu verschaffen. Wir wollen unbedingt in die Playoffs kommen und möglichst einem Duell mit Freiburg in der ersten Runde aus dem Weg gehen”, gibt sich Trainer Kai Sellers kämpferisch.
Mit 7:1 (1:0, 3:1, 3:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Heimspiel gegen die Black Hawks Bad Liebenzell gewonnen. Es war zwar kein glanzvoller Sieg, doch die sieben Tore waren Balsam für die Seelen der zuletzt erfolglosen Eisbären-Torjäger.
Bis zur 18. Minute konnte die “lettische Wand” Reinis Repss im Tor der Gäste seinen Kasten sauber halten, dann brach Robin Platz den Bann und traf zum 1:0. Es war ein Spiel auf ein Tor, bei dem die Gäste recht wenig zum Geschehen beitrugen, jedoch das eigene Tor bis zum Umfallen verteidigten. Gestützt auf den phänomenal haltenden Repss hielten sie Angriff um Angriff stand und erkämpften sich den Respekt der 285 Zuschauer.
Im zweiten Drittel war es dann ausgerechnet der in dieser Saison bisher noch nicht erfolgreiche Alex Keterling (Foto), der in der 29. Minute innerhalb von 42 Sekunden mit seinem ersten und zweiten Saisontor das 2:0 und 3:0 erzielte. Eisbären-Keeper Max Dürr, der bis dahin einen ruhigen Abend verlebt hatte, machte nach 30 Minuten Platz für Marian Metz, der dann – ganz frisch ins Spiel gekommen – gleich einen Schuss von Vladimir Viller zum 3:1 passieren lassen musste. Michael Filobok erhöhte dann in der 37. Minute auf 4:1.
Im Schlussdrittel sorgte Heiko Vogler schon nach 59 Sekunden für das 5:1, doch dann dauerte es bis in die Schlussphase, ehe Milan Liebsch (55.) und Paul Gagnon (60.) noch zwei Treffer zum 7:1-Endstand erzielten. Erwähnenswert bleibt noch, dass Black Hawks Trainer Roger Weißschuh nach dem ersten Drittel von Schiedsrichter Torsten Werner mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe auf die Tribüne verbannt wurde.
Da der Tabellensechste Hügelsheim Hornets heute abend überraschend beim Titelverteidiger Stuttgart Rebels mit 7:2 gewonnen hat, verspricht der Kampf um die Playoff-Plätze noch einmal richtig spannend zu werden. Das Selbstvertrauen, das die Eisbären heute tanken konnten, ist auch deshalb so wichtig, weil sie am kommenden Freitag (20 Uhr) ihren wohl größten Konkurrenten Fire Wings Schwenningen zuhause empfangen und mit einem Sieg einen riesigen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme machen könnten.
Mit einer 3:4-(0:1, 2:3, 1:0)-Niederlage im Gepäck sind die Eisbären Heilbronn von ihrem Auswärtsspiel in Zweibrücken nach Hause gekommen. Wie schon vor einer Woche gegen die Rhein-Neckar Stars musste man sich einem Team aus der hinteren Tabellenhälfte geschlagen geben und muss nun aufpassen, dass man sich nicht noch die Butter vom Brot nehmen lässt und die Playoffs verpasst.
Eigentlich waren die Eisbären von Beginn an das bessere Team, ohne sich jedoch vor dem Tor der Gastgeber entscheidend in Szene setzen zu können. Das Spiel plätscherte auf niedrigem Niveau vor sich hin, bis dann in der 13. Minute Radovan Pastorek drei Eisbären-Spieler umkurvte und Marian Metz zum 1:0 für die Hornets überwand. Hoffnung keimte erst zu Beginn des zweiten Drittels auf, als Michael Filobok nach nur 27 Sekunden mit einem Rückhand-Schlenzer zum 1:1 ausglich. Doch statt nun der Favoritenrolle gerecht zu werden, ließen sich die Heilbronner Spieler immer öfter zu Strafen hinreißen – wobei die Zweibrücker Cracks es clever arrangierten, dass bei Strafen gegen ihr Team am Ende auch noch ein Eisbären-Spieler mit auf die Strafbank gehen musste. Die Hornets nutzten die aufkommende Hektik und machten mit einem Doppelschlag in der 26. und 28. Minute aus dem 1:1 ein 3:1. Zwar verkürzte Paul Gagnon postwendend auf 3:2, doch erhöhten die Gastgeber drei Minuten später auf 4:2.
Dieser Gegentreffer ließ einen Ruck durch das Eisbären-Team gehen, denn jetzt endlich übernahm man das Kommando. Es dauerte jedoch bis weit in das letzte Drittel, ehe Michael Filobok in der 49. Minute in Überzahl zum 4:3 verkürzte. Inzwischen hatte sich das Spielgeschehen fast durchgehend vor das Tor der Gastgeber verlagert, doch wuchs Hornets-Keeper Steven Teucke über sich hinaus. “Mutiert der Kerl denn zum Hexer?”, entfuhr es Eisbären-Coach Kai Sellers zwischendurch, als Teucke wieder einmal eine Ausgleichschance vereitelt hatte. Am Ende nahm Sellers noch seinen Keeper heraus, um mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen – doch ohne Erfolg.
Die Eisbären sind wieder einmal weit unter ihren Möglichkeiten geblieben und haben nun von den letzten fünf Spielen vier verloren. Am kommenden Freitag gastiert nun der Tabellenletzte Bad Liebenzell in Heilbronn, der – verstärkt mit den bisherigen Eisbären-Cracks Dominic Bauhardt und Steven Stanic – heute nach einigen Spielabsagen erstmals wieder angetreten ist. Bei den Rhein-Neckar Stars gab es eine 3:13-Niederlage.
Tore:
1:0 (13.) Pastorek
1:1 (21.) Filobok (Liebsch) -1
2:1 (26.) Brüstle (Anken/Chandler)
3:1 (28.) Anken (Hantak/Pastorek) +1
3:2 (28.) Gagnon (Vogler)
4:2 (31.) Pastorek (Anken/Hartfelder) +1
4:3 (49.) Filobok (Liebsch/Gagnon) +1
Strafen:
Zweibrücken 30 Minuten plus 10 Minuten für Pastorek
Heilbronn 28 Minuten plus 10 Minuten für Becker
Im Duell zweier ersatzgeschwächter Teams mussten die Eisbären Heilbronn gegen die Rhein-Neckar Stars eine überraschende 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)-Niederlage hinnehmen.
Vor über 500 Zuschauern wiesen die Eisbären vor allem in den ersten 20 Minuten unerklärliche Schwächen auf, so dass die Gäste von Anfang an das Spiel bestimmten. Dennoch konnte Keeper Max Dürr seinen Kasten bis zur 16. Minute sauber halten, doch dann traf Claudio Schreyer zum 0:1.
Im zweiten Drittel erkämpften sich die Eisbären zunehmend mehr Spielanteile, ohne jedoch entscheidende Akzente setzen zu können. Dominik Wich im Tor der Rhein-Neckar Stars schien unüberwindbar zu sein, und als Uli Stadler in der 30. Minute zum 0:2 traf, wurde die Aufgabe für die Eisbären noch schwerer. Ab der 36. Minute musste das Team von Trainer Kai Sellers dann auch noch auf Sascha Bernhardt verzichten, der nach einer Keilerei frühzeitig in die Kabine geschickt wurde.
Erst im Schlussdrittel nahmen die Eisbären das Zepter in die Hand – zu spät jedoch, wie sich später herausstellen sollte. Gästekeeper Wich rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens. Es dauerte jedoch bis zur 49. Minute, ehe Benjamin Brozicek (Foto) mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 wieder für Hoffnung sorgte. Die Zuschauer sahen nun ein Spiel auf ein Tor, in dem die Gastgeber alles nach vorne warfen, um noch den Ausgleich zu erzwingen. Als dieser in der Luft lag und es nur noch ein Frage der Zeit war ehe die Scheibe hinter Wich im Netz zappeln würde, schlossen die Rhein-Neckar Stars in Person von Moritz de Raaf einen klassischen Konter zum 1:3-Endstand ab.
Für die Eisbären gilt es nun den Blick nach vorne zu richten und am nächsten Sonntag in Zweibrücken zu punkten, damit die fast sicher geglaubte Playoff-Teilnahme nicht noch in Gefahr gerät.
Tore:
0:1 (16.) Schreyer (De Raaf)
0:2 (30.) Stadler (Gerber/Korte)
1:2 (49.) Brozicek (Becker)
1:3 (58.) De Raaf (Ackermann/Schreyer)
Mit 4:2 (0:1, 1:1, 3.0) haben die Eisbären Heilbronn ihren Verfolger Baden Rhinos Hügelsheim geschlagen und haben damit einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs gemacht. Jedoch konnte man sich über die gewonnenen Punkte nicht wirklich freuen, wurde die Partie doch von der schweren Verletzung des Hügelsheimer Spielers Benjamin Frick überschattet.
Bis zur 38. Minute hatten die 413 Zuschauer zwar kein hochklassiges, aber ein hart umkämpftes Spiel gesehen, in dem beide Teams verbissen um jeden Zentimeter Eis kämpften. Als dann jedoch beim Stand von 1:1 Benjamin Frick von Daniel Brendle mit einem “blind Hit” aus vollem Tempo umgerannt wurde, wurde der Sport erstmal zur Nebensache. Frick wurde bewusstlos vom Eis getragen und mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, wo er noch am Abend operiert wurde. Brendle erhielt dafür eine berechtigte Matchstrafe, die eine Sperre für mehrere Spiele nach sich ziehen wird.
Die Begegnung, in der Artur Votler in der 8. Minute zum 0:1 getroffen und Robin Platz (Foto) in der 31. Minute in Unterzahl zum 1:1 ausgeglichen hatte, wurde nach einigen Minuten Unterbrechung weiter gespielt, und die Gäste erzielten in der 40. Minute mit viel Wut im Bauch durch Ex-Eisbär Mathieu Fleury das 1:2. Im Schlussdrittel konnten die Eisbären das Spiel dann durch Tore von Milan Liebsch (45.), Benjamin Brozicek (52.) und Paul Gagnon (60.) noch drehen.
Auf eine weitere Betrachtung des sportlichen Ablaufs möchten wir hier verzichten und möchten stattdessen Benjamin Frick eine schnelle und baldige Genesung wünschen.
Tore:
0:1 (8.) Votler (St. Pierre/Wolf)
1:1 (31.) Platz (Kraiss) -1
1:2 (40.) Fleury (Duhamel/Groß) +1
2:2 (45.) Liebsch (Gagnon)
3:2 (52.) Brozicek (Becker/Oppenländer)
4:2 (60.) Gagnon (Liebsch)
Strafen:
Heilbronn 13 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für Luschenz + Matchstrafe für Brendle
Hügelsheim 4 Minuten plus Disziplinarstrafe für St. Pierre
Stuttgart. Schon wieder Stuttgart. Immer wieder sind es die Rebels aus der Landeshauptstadt, die den Eisbären Heilbronn mitten in einem vermeintlichen Höhenflug auf heftigste Weise ihre Grenzen aufzeigen. Hatte man die Eisbären in der letzten Saison mit 15:2 abgefertigt, so brachte man dem Sellers-Team diesmal mit 9:1 (2:1, 3:0, 4:0) die höchste Saisonniederlage bei.
Dabei hatte das Spiel aus Sicht der Eisbären gar nicht schlecht begonnen. Man schien nahtlos an die starken Leistungen gegen Schwenningen und Freiburg anknüpfen zu wollen und nahm zunächst das Heft in die Hand, ohne sich aber zwingende Torchancen zu erarbeiten. Diese waren auch auf Stuttgarter Seite Mangelware, aber dennoch führten die Hausherren nach 12 Minuten mit 2:0. Erst konnte Pfeiffer ohne angegriffen zu werden von halbrechts einen schwachen Schuss aufs Tor abgeben, der zwischen der Schiene von Goalie Max Dürr und dem Pfosten zum 1:0 ins Tor rutschte. Dann landete ein verunglückter Aufbaupass auf der Schippe von Marco Ludwig, dessen Schuss wie ein Strich zum 2:0 in die Maschen zischte. Die Eisbären ließen sich dadurch nur kurz aus dem Konzept bringen, und als Sascha Bernhardt postwendend zum 2:1 verkürzte, bekamen sie wieder Oberwasser. Wer weiß, wie das Spiel weiter verlaufen wäre, wenn vor der ersten Pause der durchaus mögliche Ausgleich gefallen wäre. So aber ging man mit 2:1 in die Pause.
Zu Beginn des zweiten Drittels ließen die Eisbären dann den Biss, den sie noch in den ersten 20 Minuten über weite Strecken zeigten, komplett vermissen. Dazu gesellten sich zahlreiche Strafzeiten, während die Rebels das ganze Spiel über nur auf vier Strafminuten kamen. So fiel dann in der 27. Minute nicht wirklich überraschend bei Stuttgarter Überzahl das 3:1 durch Tilgner. Pratnemer (28.) und Becker (30.) nutzen kurz darauf zwei böse Scheibenverluste der Eisbären im deren eigenen Drittel zum 5:1. Diese drei Treffer nach teilweise groben Fehlern ließen die Lebensgeister aus dem Team der Eisbären komplett weichen. Das Team ergab sich ohne ein nochmaliges Aufbäumen in sein Schicksal und kassierte im letzten Drittel, über das wir an dieser Stelle besser den Mantel des Schwiegens hüllen wollen, noch vier weitere Treffer zum 9:1.
Die Eisbären Heilbronn haben sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Spieler Ari-Pekka Viitasalo getrennt. Der finnische Stürmer, der seit September an der Fachhochschule Heilbronn studiert, konnte bei den Eisbären sportlich nicht wirklich überzeugen und absolvierte nur zwei Spiele. Aufgrund der Größe des Eisbären-Kaders und der überdurchschnittlich hohen Trainingsbeteiligung der anderen Stürmer plant Trainer Kai Sellers künftig ohne den Kontingentspieler.
Der Favorit wankte, er fiel aber nicht. Auch die Eisbären Heilbronn schafften es nicht, den Siegeszug des EHC Freiburg in der Regionalliga Südwest zu stoppen. Vor der Rekordkulisse von sage und schreibe 2.000 Zuschauern unterlag das Team von Trainer Kai Sellers gegen den Tabellenführer nach großem Kampf mit 2:4 (0:1, 1:2, 1:1).
Trotz der Niederlage fühlten sich die Eisbären nach der ersten Enttäuschung als Sieger des Abends – und sie hatten auch allen Grund dazu. Die 2.000 Zuschauer sahen ein fesselndes und bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel, in dem ihr Team dem Topfavoriten aus dem Breisgau alles abverlangte. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte – das, was sich auf dem Eis abspielte, war Werbung für den Eishockeysport, und viele der Zuschauer, die mit einer Freikarte zum ersten Mal beim Eishockey waren, haben die Eishalle nach dem Spiel als Eisbären-Fan verlassen. Nicht nur Eisbären-Schatzmeister Volker Hoffmann lief mit einem breiten Grinsen durch das Stadion – auch der Rest der Vereinsführung war sich einig, dass viele der heutigen Zuschauer auch beim nächsten Heimspiel gegen Hügelsheim am 18.12. wieder in die Eishalle kommen werden.
Auf dem Eis nahm der EHC Freiburg von Beginn an das Heft in die Hand und wollte schon früh zeigen, wer an diesem Abend den Ton angeben würde. Die Eisbären zeigten sich dann auch tatsächlich beeindruckt von der Power, die die Gäste aufs Eis brachten. Dennoch schafften diese es lange nicht, zu zwingenden Torchancen zu kommen. In der 13. Minute war es dann aber doch so weit, als sich der erneut stark haltende Eisbären-Keeper Max Dürr von Tobias Kunz zum 0:1 überlisten ließ.
Waren die Breisgauer im ersten Drittel noch dominant, so konnten die Eisbären das zweite Drittel zumindest ausgeglichen gestalten – vor allem, nachdem Michael Filobok (Foto) in der 31. Minute den viel umjubelten Ausgleich zum 1:1 erzielte. Die Zuschauer sahen nun ein rasantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Erst wurde das vermeintliche 1:2 durch Timo Preuß (35.) wegen Torraumabseits nicht gegeben, dann schoss John Kraiss freistehend über das Tor (37.). Nach diesem vergebenen Führungstreffer mussten die Eisbären dann aber erkennen, weshalb der EHC Freiburg zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz steht. In der 39. Minute nutzte Tobias Kunz eine Unachtsamkeit der Gastgeber eiskalt zum 1:2. Noch schlimmer kam es dann, als Dennis Schopp ganze drei Sekunden vor der Drittelpause erneut einen Fehler der Eisbären nutzte und zum 1:3 vollstreckte.
“Es ist unglaublich, du darfst dir gegen Freiburg einfach keinen Fehler erlauben, die nutzen das eiskalt aus”, ärgerte sich Kai Sellers in der Drittelpause über die beiden unnötigen Gegentore kurz vor der Pause. Doch sein Team steckte nicht auf, und spätestens nachdem Milan Liebsch in der 53. Minute in Überzahl zum 2:3 abstaubte, übernahmen die Eisbären vollends das Kommando und erspielten sich hochkarätige Chancen. Doch wie Eisbären-Goalie Max Dürr hatte auf der anderen Seite auch Christoph Mathis im Kasten der Breisgauer einen Sahnetag erwischt, denn er ließ trotz bester Einschussmöglichkeiten keinen weiteren Treffer mehr zu. Den machte der EHC Freiburg dann dafür 81 Sekunden vor dem Ende, als Benjamin Stehle einen schnellen Konter zum 2:4-Endstand abschloss. Der Torschütze prallte nach diesem Treffer an die Bande und musste verletzt vom Eis geführt werden. Wir wünschen von hier aus gute Besserung!
Sellers nahm nach diesem Treffer noch seinen Goalie vom Eis, um mit einem sechsten Feldspieler doch noch das Unmögliche möglich zu machen und den Ausgleich zu erzwingen. Doch die Gäste brachten die Führung routiniert über die Runden und freuten sich über den letztlich nicht unverdienten Sieg und den Ausbau der Tabellenführung.
Am kommenden Freitag erwartet die Eisbären schon die nächste schwere Aufgabe, wenn sie auswärts beim amtierenenden Meister Stuttgart Rebels antreten müssen.
Tore:
0:1 (13.) T. Kunz (N. Linsenmaier/Stehle)
1:1 (31.) Filobok (Gagnon)
1:2 (39.) T. Kunz (Stehle/N. Linsenmaier)
1:3 (40.) Schopp (N. Linsenmaier/Stehle) +1
2:3 (53.) Liebsch (Gagnon/Kraiss) +1
2:4 (59.) Stehle (Iliev/Kern)
Strafen:
Heilbronn 12 Minuten
Freiburg 12 Minuten
Mit einem überzeugenden 7:2 (1:0, 3:1, 3:1)-Sieg bei den Fire Wings Schwenningen haben die Eisbären Heilbronn den zweiten Platz der Regionalliga Südwest erobert. Gleichzeitig gelang dem Team von Trainer Kai Sellers eine eindrucksvolle Revanche für die in der Vorsaison erlittenen Niederlagen gegen die Fire Wings.
Die Vorzeichen für diese Begegnung waren vor Spielbeginn nicht mal allzu rosig, musste das Team doch auf einige Stammspieler verzichten. So fehlten Sascha Bernhardt (verletzt), Hansi Becker, Marian Metz (beide Urlaub), John Kraiss, Alex Weiß (beide beruflich verhindert) sowie Mischa Zeller, Dominic Bauhardt und Chris Baumann. Doch hier zahlte sich der große Kader wieder aus, denn die Eisbären konnten trotzdem mit drei Angriffs- und drei Abwehrreihen antreten. Im Tor stand wieder Max Dürr, der wie immer sehr viel Ruhe auf seine Vorderlete ausstrahlte und dem Gegner mit klasse Paraden das Leben schwer machte.
Es gelang den Eisbären von Anfang an, die Schwenninger Paradereihe um die Topscorer Matthias Vater und Karsten Schulz in Schach zu halten. Oft wurden die Angriffsbemühungen der Gastgeber schon in der neutralen Zone unterbunden – und meist wurde mit einem schnellen Pass sofort auf Angriff umgeschaltet. So auch in der 5. Spielminute, als Heiko Vogler und Arno Metz Robin Platz auf die Reise ins Schwenninger Drittel schickten. Der 20-Jährige (Foto) fackelte nicht lange, zog kurz nach der blauen Linie ab und konnte sein erstes Tor für die Eisbären zum 0:1 bejubeln. Die Folgezeit war dann geprägt von Strafzeiten, die erstmal nur gegen die Eisbären ausgesprochen wurden. In regelmäßigen Abständen wanderten zweimal Patrick Mundanjohl, Marc Oppenländer und Michael Filobok auf die Strafbank, so dass man im Lager der Gäste froh war, als das erste Drittel zuende war.
In den zweiten 20 Minuten sahen die wenigen Zuschauer das gleiche Bild. Besonnen agierende Eisbären, die die umständlich spielenden Gastgeber kaum einen Angriff abschließen ließen, und die sich auf der anderen Seite immer mehr Torchancen heraus arbeiteten. Der nächste Treffer gelang jedoch den Schwenningern, die in der 29. Minute durch Christopher Kohn einen schnellen Konter zum 1:1 abschlossen. Hätte dieses Tor in den ersten Partien der Saison noch für Unsicherheit in Reihen der Eisbären gesorgt, so sorgte es diesmal für ein “Jetzt erst recht”. Nur drei Minuten später brachte Milan Liebsch mit einem trockenen Schuss in Überzahl sein Team erneut mit 1:2 in Front. Der Knoten war nun auch in der Offensive geplatzt, denn Arno Metz (36.) und abermals der stets brandgefährliche Milan Liebsch (38.) sorgten für eine sicherer 1:4-Pausenführung.
“Nicht nachlassen”, lautete die Devise, die Coach Sellers seinen Mannen mit auf den Weg ins letzte Drittel gab. Genau dies taten sie dann auch gleich in Person von Milan Liebsch, der zum Ende einer Eisbären-Unterzahl so hartnäckig den Spielaufbau der Schwenninger in deren eigenem Drittel störte, dass er kurz nach Ablauf der Strafe tatsächlich auch noch die Scheibe eroberte. Seinen millimetergenauen Pass versenkte Felix Kollmar in der 42. Minute zum 1:5. Die Eisbären hatten nun richtig Spaß am Eishockeyspielen, während das erwartete Aufbäumen der Fire Wings aus blieb. So konnten Marc Oppenländer (46.) und Robin Platz (52.) die Führung auf 1:7 ausbauen, ehe Karsten Schulz mit seinem Tor zum 2:7-Endstand noch etwas Ergebniskosmetik betrieb (58.).
Kai Sellers platzte nach dem Spiel fast vor Stolz auf sein Team: “Wir haben heute fast alles richtig gemacht, haben 60 Minuten lang geackert und haben richtig gutes Eishockey gespielt.”
Mit diesem fünften Sieg in Folge sind die Eisbären nun endgültig auch spielerisch in der Saison 2011/12 angekommen. Aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Schwenningen steht nun Platz 2 in der Tabelle zu Buche, drei Punkte hinter dem bislang noch ungeschlagenen EHC Freiburg. Und genau diese Freiburger gastieren am kommenden Freitag um 20 Uhr in der Eishalle am Europaplatz bei den Eisbären. Schon vor dem heutigen Sieg in Schwenningen haben die Eisbären diese Partie gegen den Tabellenführer als das “Spiel des Jahres ” deklariert. Werden die Eisbären das erste Team sein, das den scheinbar unbesiegbaren Freiburgern ein Schnippchen schlägt? “Wir wollen Freiburg in jedem Fall gewaltig ärgern, zumal wir uns beim 1:8 im Hinspiel unter Wert verkauft haben”, schickt Sellers eine Kampfansage in Richtung Breisgau.
Tore:
0:1 (5.) Platz (A.Metz/Vogler)
1:1 (29.) Kohn (Schäfer/Soppa)
1:2 (32.) Liebsch (Vogler) +1
1:3 (36.) A.Metz (Gagnon)
1:4 (38.) Liebsch (Luschenz/Platz)
1:5 (42.) Kollmar (Liebsch/Vogler)
1:6 (46.) Oppenländer (Keterling/Brozicek)
1:7 (52.) Platz (Keterling/Vogler)
2:7 (58.) Schulz (Vater/Soppa) +1
Strafen:
Schwenningen 12 Minuten
Heilbronn 20 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Brendle
Mit 3:0 (0:0, 0:0, 3:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel bei den Black Hawks Bad Liebenzell gewonnen. Obwohl die Eisbären von Anfang an das überlegene Team waren, dauerte es bis weit ins letzte Drittel, ehe sie die drei Punkte unter Dach und Fach bringen konnten.
Schon in den ersten Minuten war klar, dass das Spiel gegen den Tabellenletzten kein Selbstläufer werden würde. Die Eisbären feuerten aus allen Rohren, scheiterten aber ein ums andere Mal an dem phänomenal haltenden Liebenzeller Goalie Reinis Repss. Ob Schlagschüsse, platzierte Schüsse aus kurzer Distanz oder Nachschüsse – der Lette war stets zur Stelle und begrub die Scheibe in seinem Handschuh.
Je weiter das Spiel fortschritt, desto mehr wuchs der Druck auf die Eisbären-Cracks. Als man beim Stand von 0:0 ins letzte Drittel ging, wurde die Gefahr immer konkreter, dass man sich ein Kontertor einfängt und die Punkte unerwartet abgibt. Doch dann kam die 45. Minute, die das Spiel zu Gunsten der Eisbären entscheiden sollte.
Niemand hatte so richtig gesehen, was passiert war, als plötzlich abseits des eigentlichen Spielgeschehens die Scheibe im Zeitlupentempo hochkant zwischen den Schonern von Repss hindurch zum 0:1 über die Linie kullerte. Die Schiedsrichter, die ebenso verdutzt wie die Spieler beider Teams waren, machten zuerst Patrick Mundanjohl als vermeintlichen Torschützen aus. Erst später klärte sich auf, wie der Treffer tatsächlich zustande gekommen war. John Kraiss (Foto) hatte von halb rechts geschossen, sein Schuss ging aber am Tor vorbei. Statt den Regeln der Physik zu folgen und auf der linken Seite wieder hinter dem Tor ins Feld zu springen, entschied sich der Puck an die Rückseite von Repss’ Schoner zurück zu prallen, sich auf die Kante zu stellen und über die Linie zu trudeln. “Einmal habe ich ein solches Tor schon geschossen, aber das war an der Playstation “, meinte der Torschütze nach dem Spiel.
Nach diesem überaus kuriosen Treffer war der Bann gebrochen, und als Milan Liebsch Repss fünf Minuten später mit einen trockenen Schuss zum 0:2 überwand, war das Spiel entschieden. Zwar versuchten die Gastgeber noch das Blatt zu wenden, doch waren die Eisbären spielerisch zu überlegen. Außerdem konnten die mit nur 10 Feldspielern angetretenen Black Hawks gegen die mit doppelter Stärke spielenden Eisbären konditionell nicht mehr mithalten. Und so kam es dann, dass Milan Liebsch 33 Sekunden vor dem Ende den dritten Eisbären-Treffer zum 0:3 markierte.
“Das war ein hartes Stück Arbeit”, war Trainer Kai Sellers nach der Partie Eisbären gegen Repss erleichtert. “Mir war klar, dass wir gegen diesen Goalie ein dreckiges Tor brauchen, um hier die Punkte zu holen. Und das haben wir gottseidank geschafft.”
Als nächstes müssen die Eisbären am kommenden Samstag bei den Fire Wings Schwenningen antreten – ein Spiel zweier heißer Playoff-Kandidaten, die sich sicherlich einen heißen Kampf liefern werden.
Tore:
0:1 (45.) Kraiss
0:2 (50.) Liebsch (Gagnon/Vogler)
0:3 (60.) Liebsch (Filobok/Kollmar)
Strafen:
Bad Liebenzell 4 Minuten
Heilbronn 10 Minuten
Mit ihrem höchsten Sieg seit dem Februar 2006 haben die Eisbären Heilbronn die Hornets Zweibrücken mit einer 15:1 (5:0, 6:0, 4:1)-Packung nach Hause geschickt – ein Ergebnis, mit dessen Höhe auf beiden Seiten niemand gerechnet hatte.
392 Zuschauer waren Zeugen, wie die Eisbären das Überraschungsteam der bisherigen Saison von Beginn an unter Druck setzten. Die Gäste, die ihren Stammtorhüter Steven Teucke schmerzlich vermissten, kamen erst gar nicht dazu, Ihre Topscorer Tomas Vodicka und Mirsolav Hantak in Szene zu setzen. Zu groß war die spielerische Überlegenheit der Eisbären, die die zaghaften Angriffsversuche der Gäste meist schon im Keim erstickten. Das erste Drittel gehörte vor allem der ersten Reihe der Eisbären mit Milan Liebsch, Paul Gagnon und Michael Filobok, die im ersten Drittel für alle fünf Tore sorgte. Der Anfang des Torreigens ging auf das Konto von Michael Filobok (Foto), der in der 3. Minute im Alleingang in Untzerzahl das 1:0 erzielte. In der 9. Minute ließ Milan Liebsch, der später zum Spieler des Abends gewählt wurde, das 2:0 folgen, ehe “Filo” in der 12. Minute innerhalb von 18 Sekunden gleich zweimal einnetzte. Fünf Minuten vor der ersten Pause erhöhte Paul Gagnon in Überzahl auf 5:0.
Im mittleren Spielabschntt ging das muntere Toreschießen in regelmäßigen Abständen weiter. Erst erzielte Arno Metz sein erstes Tor für die Eisbären (25.), dann legten John Kraiss (26.) und Youngster Patrick Luschenz (27.) zum 8:0 nach. Von den Torjägern der Gäste war weiterhin nichts zu sehen, dafür konnte einem Ersatzgoalie Thomas Hartfelder schon fast leid tun, denn er muste sich bis zur zweiten Pause noch weitere drei Mal überwinden lassen. Benjamin Brozicek traf in Unterzahl zum 9:0 (32.), Felix Kollmar machte das Ergebnis in Überzahl zweistellig (35.), und Paul Gagnon sorgte für das 11:0 (36.).
Im Schlussdrittel erzielte John Kraiss das 12:0 (43.), dann nahmen die Eisbären den Druck etwas aus dem Spiel. In dieser Phase überwand Mirsolav Hantak Goalie Max Dürr, der sonst einen ruhigen Abend hatte, mit dem Ehrentreffer zum 12:1 (45.). Tim Riedel (46.) und zweimal Alex Weiß machten mit ihren jeweils ersten Saisontoren das Endergebnis von 15:1 perfekt.
Eisbären-Coach Kai Sellers war nach Spielende erwartungsgemäß sehr zufrieden mit seinem Team: “Ich bin nicht nur wegen des Ergebnisses stolz auf mein Team, sondern wegen des gesamten Auftritts. Heute haben wir als Team gespielt. Natürlich war ich überrascht, dass uns das Gewinnen heute so leicht gemacht wurde. Der Sieg in dieser Höhe ging absolut in Ordnung, aber das kann beim Rückspiel in Zweibrücken im Januar schon wieder anders herum gehen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen und es gibt viele verrückte Ergebnisse, wie man erst am Samstag abend gesehen hat, als Freiburg beim Aufsteiger Hügelsheim nur mit Ach und Krach mit unglaublichen 12:10 Toren gewonnen hat.”
Als nächstes müssen die Eisbären am kommenden Sonntag in den Schwarzwald zu den Black Hawks Bad Liebenzell, die heute erstmals nach zwei personell bedingten Spielabsagen wieder aufs Eis gehen konnten und auf eigenem Eis gegen die Rhein-Neckar Stars mit 2:7 unterlagen.
Tore:
1:0 (3.) Filobok -1
2:0 (9.) Liebsch (Gagnon)
3:0 (12.) Filobok (Liebsch/Kollmar)
4:0 (12.) Filobok (Gagnon)
5:0 (15.) Gagnon (Liebsch) +1
6:0 (25.) A.Metz (Filobok)
7:0 (26.) Kraiss (Riedel)
8:0 (27.) Luschenz (Platz)
9:0 (32.) Brozicek -1
10:0 (35.) Kollmar (Kraiss/Oppenländer) +1
11:0 (36.) Gagnon (Liebsch/Filobok)
12:0 (43.) Kraiss (Becker)
12:1 (45.) Hantak (Vodicka/Pastorek)
13:1 (46.) Riedel (Liebsch) -1
14:1 (53.) Weiß (Platz/Vogler) -1
15:1 (60.) Weiß (Luschenz)
Strafen:
Heilbronn 20 Minuten + 10 Min. Desziplinarstrafe für Bernhardt
Zweibrücken 22 Minuten + 10 Min. Disziplinarstrafe für Hähn
Wir möchten Sie an dieser Stelle nochmal darauf aufmerksam machen, dass Sie am Sonntag beim Heimspiel gegen Zweibrücken am Fanartikelstand wieder leere Tonerkartuschen und Tintenpatronen gegen Freikarten eintauschen können. Außerdem freuen wir uns über die beiden neuen Sammelpartner Münzing & Habersam GbR aus Flein und Käfer Werkzeugbau GmbH aus Besigheim-Ottmarsheim, die in ihren Betrieben zu Gunsten der Evangelischen Stiftung Lichtenstern Druckermüll sammeln.
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Was alles genau hinter der Aktion steckt, können Sie auf Seite 22 des Eisbären-Saisonmagazins nachlesen!
Sollten Sie im Vorfeld noch Fragen dazu haben, dürfen Sie gerne eine Mail an presse@eisbaeren-heilbronn.de schicken.
Mit 4:2 (2:1, 2:1, 0:0) haben die Eisbären Heilbronn ihr Auswärtsspiel in Eppelheim bei den Rhein-Neckar Stars gewonnen – ein umkämpfter, aber verdienter Arbeitssieg der Cracks um Kapitän Hansi Becker. Die Eisbären waren ohne Keterling, Mundanjohl, Bauhardt, Zeller, Bernhardt, Oppenländer und Brozicek angetreten und konnten erstmals in dieser Saison nur mit drei Angriffs- und drei Abwehrreihen agieren. Im Tor gab Trainer Kai Sellers diesmal dem jungen Max Dürr (Foto) den Vorzug vor Marian Metz, und im Angriff feierte Ari-Pekka Viitasalo sein Debut.
Von Beginn an demonstrierten die Eisbären den Willen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Vor allem die erste Reihe mit den überragenden Milan Liebsch und Paul Gagnon sowie mit Michael Filobok sorgte ständig für Unruhe vor dem gegnerischen Tor. Doch es war ein Verteidiger, der die Weichen auf Sieg stellte: Daniel Brendle traf in der 3. Minute auf Zuspiel von Robin Platz in Überzahl zum 0:1. Die Eisbären waren das klar bessere Team, hatten in der 14. Minute aber Glück, als Claudio Schreyer die Scheibe freistehend nicht im Tor des blendend aufgelegten Dürr unterbringen konnte. Dafür erhöhte Paul Gagnon dann eine Minute später nach einem tollen Slalomlauf durch die Abwehr der Stars auf 0:2. 17 Sekunden vor der Drittelpause verkürzte Alexander Erdmann in Überzahl zum 1:2.
Auch in den ersten zehn Minuten des zweiten Drittels dominierten die Eisbären das Spiel, was sich in dieser Phase auch in Toren ausdrückte. Erst traf Hansi Becker zum 1:3 (26.), dann erzielte Paul Gagnon auf Zuspiel seines kongenialen Partners Milan Liebsch seinen zweiten Treffer zum 2:4 (30.). In der 35. Minute hatte Ari-Pekka Viitasalo das 2:5 auf dem Schläger, er scheiterte aber an der Querlatte. Dies sollte auch die einzige positive Aktion des Finnen in dieser Partie gewesen sein. Bereits im ersten Drittel holte er sich bei einem Faustkampf mit Tim Essig eine 2+2+2+2 Minuten-Strafe ab. War Hauptschiedsrichter Torsten Werner in dieser Situation mit der Nummer 14 der Eisbären noch gnädig, so musste er in der 40. Minute berechtigt die Reißleine ziehen. Einer weiteren 2-Minuten-Strafe gegen Viitasalo folgte eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen Reklamierens. Als der Finne darauf hin provozierend applaudierte, folgte die unvermeidbare Verbannung in die Kabine mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe.
Im an Höhepunkten armen Schlussdrittel boten beide Teams Eishockey-Hausmannskost, wobei Max Dürr in der 58. Minute bei einem Break der Gastgeber glänzend reagierte und damit den Sieg sicherte.
Eisbären-Coach Kai Sellers war zufrieden mit seinem Team: “Wir haben diesmal Moral gezeigt und haben im letzten Drittel ohne weitere Gegentore die Führung verwaltet. Lieber gewinnen wir hier unspektakulär mit 4:2 als dass wir weiter alles nach vorne werfen und uns ein paar Konter einfangen und die Punkte verschenken.” Außerdem, so der Coach, sei die Stimmung auf der Spielerbank diesmal wesentlich besser gewesen als in den vorangegangenen Spielen.
Am kommenden Sonntag (19 Uhr) empfangen die Eisbären das Überraschungsteam Hornets Zweibrücken, das heute zuhause mit 7:8 gegen ein ersatzgeschwächtes Rebels-Team aus Stuttgart verloren hat.
Tore:
0:1 (3.) Brendle (Platz/Becker) +1
0:2 (15.) Gagnon (A.Metz/Brendle)
1:2 (20.) Erdmann +1
1:3 (26.) Becker (Platz)
1:4 (30.) Gagnon (Liebsch/Filobok)
2:4 (36.) De Raaf (Stadler/Aigner)
Strafen:
Rhein Neckar Stars 20 Minuten
Eisbären 22 Minuten + 10 Diszi für Brendle und Viitasalo + Spieldauer für Viitasalo
Mit 8:7 (1:0, 2:1, 4:6 – 1:0) nach Penaltyschießen haben die Eisbären Heilbronn beim Aufsteiger Baden Rhinos Hügelsheim gewonnen. Es war ein verrücktes Spiel, das die Eisbären über 40 Minuten klar dominiert hatten, bei dem die Gastgeber aber im letzten Drittel mit viel Herz und ebenso viel Einsatz einen Punkt erkämpft haben.
Von Beginn an drückten die Eisbären aufs Tempo und schnürten die Rhinos im eigenen Drittel ein, so dass diese sich oft nur durch Befreiungsschläge zu helfen wussten. Dennoch dauerte es bis drei Sekunden vor Ablauf des ersten Abschnitts ehe Paul Gagnon (Foto) zum 0:1 traf. Trotz der drückenden Überlegenheit schafften es die Eisbären nicht einen durchaus verdienten Drei- bis Vier-Tore-Vorsprung herauszuschießen. Ein Fakt, der sich später rächen sollte.
Auch in den zweiten 20 Minuten waren die Eisbären das klar bessere Team, und diesmal dauerte es nur fünf Minuten ehe Sascha Bernhardt auf 0:2 erhöhte. Doch statt nun das 0:3 nachzulegen, kassierte das Team von Trainer Kai Sellers in der 36. Minute den Anschlusstreffer durch Dennis Walther. Zwei Minuten vor der Pause stellte dann Kapitän Hansi Becker den alten Abstand wieder her, als er in Überzahl zum 1:3 traf.
Das Schlussdittel begann standesgemäß, als Milan Liebsch nach 21 Sekunden auf 1:4 erhöhte – ein Tor, das die Weichen vollends auf Sieg stellen sollte. Stattdessen war es der Startschuss zu einem regelrechten Torfestival. In der 42. Minute verkürzte Duhamel auf 2:4, in der 45. stellte Hansi Becker mit dem 2:5 den alten Abstand wieder her. Nur eine Minute später traf abermals Duhamel zum 3:5. Kurz darauf hatte Marc Oppenländer das 3:6 auf dem Schläger, er scheiterte jedoch mit einem Penalty an Anton Lukin.
Eine ganz entscheidende Phase wurde zehn Minuten vor dem Ende durch eine aus Eisbären-Sicht krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichter eingeläutet. Cedrick Duhamel zog auf Linksaußen-Position Eisbären-Verteidiger Patrick Mundanjohl die Beine weg – die Akteure beider Teams warteten auf den Pfiff, der jedoch ausblieb. Duhamel schaltete am schnellsten, legte die Scheibe quer auf Artur Votler, der unbedrängt zum 4:5 einschob. Bei den darauf folgenden Diskussionen fing sich Daniel Brendle zu allem Überfluss eine Disziplinarstrafe ein.
Mit viel Wut im Bauch stürmten die Eisbären weiter. Paul Gagnon zog fast im Gegenzug ab, der stark haltende Rhinos-Keeper Anton Lukin fing die Scheibe und stürzte rückwärts mit ihr ins Tor – doch das Tor fand unverständlicherweise keine Anerkennung. Dennoch ließen die Eisbären nicht locker, und John Kraiss schaffte nach einer Energieleistung in Unterzahl tatsächlich das 4:6 (52.). Das muntere Scheibenschießen ging im Minutentakt weiter: 5:6 Walther (53.), 5:7 durch das dritte Tor von Hansi Becker (54.). Die Rhinos berannten nun in Person der kaum vom Eis gehenden Duhamel und Walther das Tor von Marian Metz, doch schienen die Eisbären ihren Vorsprung vollends über die Runden schaukeln zu können. Doch dann kam die 60. Spielminute, in der sie sich innerhalb kürzester Zeit die Butter vom Brot nehmen ließen. 56 und 19 Sekunden vor der Schlusssirene machte der nicht zu bremsende Duhamel aus dem 5:7 ein 7:7, so dass die Begegnung im Penaltyschießen entschieden werden musste.
Dort trafen dann Paul Gagnon und Milan Liebsch für die Eisbären, während Marian Metz nur einen Schuss von Erich Singaitis passieren lassen musste. Dadurch konnten die Eisbären mit viel Glück zumindest zwei Punkte mit nach Hause nehmen, wobei sich der Sieg aufgrund der überlegen geführten ersten 40 Minuten am Ende wie eine Niederlage anfühlte.
Als nächstes müssen die Eisbären nun am nächsten Sonntag bei den Rhein-Neckar Stars antreten.
Mit 3:4 (1:0, 1:2, 1:1 – 0:1) nach Penaltyschießen haben die Eisbären Heilbronn ihr Heimspiel gegen die Stuttgart Rebels verloren – eine unnötige Niederlage, die bei den Eisbären die Einsicht geweckt hat, dass man das Saisonziel Meisterschaft zumindest beim aktuellen Leistungsstand des Teams zu hoch gesteckt hat.
Die Gäste, die auf einige Grippe kranke Spieler verzichten mussten, zeigten gleich von Anfang an, dass sie nicht gewillt waren den Eisbären die Punkte freiwillig zu überlassen. Nach einem ersten gegenseitigen Abtasten hatte Tim Becker in der 5. Minute im Alleingang die große Chance zum 0:1, er wurde jedoch kurz vor dem Abschluss von Arno Metz von den Beinen geholt – die logische Konsequenz: ein Penaltyschuss für Stuttgart, den Eisbären-Keeper Marian Metz aber parieren konnte. Zwei Minuten schpäter scheiterte erneut Tim Becker am Pfosten. Besser machte es in der 10. Minute Michael Filobok, als er einen mustergültigen Pass von Milan Liebsch zum 1:0 verwandelte. Fünf Minuten später hatte John Kraiss das 2:0 auf dem Schläger, er scheiterte aber genauso wie Becker mit einem an ihm selbst verursachten Penaltyschuss.
In der Folgezeit sahen die 584 Zuschauer zwei bemühte Teams, von denen aber keines entscheidende Akzente setzen konnte – zumal mit Marian Metz und Dusan Strharsky zwei überragende Goalies die beiden Kästen hüteten. In der 30. Minute gab es dann aber wieder Grund zum Jubeln für die Eisbären, als Heiko Vogler in Unterzahl auf 2:0 erhöhte. Der Jubel war noch nicht verstummt, da gelang Dominik Schmitt nur 35 Sekunden später der Anschlusstreffer zum 2:1. Die Gäste waren nun das klar bessere Team und kamen drei Minuten vor der zweiten Pause abermals durch Schmitt zum 2:2-Ausgleich.
Das Schlussdrittel lässt sich auf die letzten drei Minuten reduzieren, die an Spannung kaum zu überbieten waren. In der 58. Minute traf Daniel Pfeiffer zum 2:3 für Stuttgart, was gleichzeitig der späte Weckruf für die Eisbären war. Denn plötzlich besannen sie sich auf ihre spielerischen Fähigkeiten, die sie vorher über weite Phasen hatten vermissen lassen. Schon eine halbe Minute später bugsierte Michael Filobok die Scheibe zum vermeintlichen 3:3 über die Linie. Das viel umjubelte Tor fand jedoch keine Anerkennung, da Filobok laut Entscheidung des Schiedsrichters in dieser Szene im Torraum stand. Trotz dieses Rückschlags drängten die Eisbären weiter auf den Ausgleich, den Paul Gagnon mit seinem ersten Tor für die Eisbären 1:44 vor dem Ende tatsächlich doch noch erzwang. Im nun folgenden Penaltyschießen hatten die Rebels das glücklichere Ende. Während für die Eisbären nur Milan Liebsch traf, waren auf der anderen Seite erst Adrian Kolar und dann Marco Ludwig erfolgreich, so dass Stuttgart zwei Punkte mit nach Hause nehmen konnte.
Eisbären-Coach Kai Sellers kritisierte sein Team nach dem Spiel ungewöhnlich scharf: “Ich bin mit der Leistung heute überhaupt nicht einverstanden. Das Team hat über weite Strecken keinen Charakter gezeigt und wir können froh sein, am Ende noch einen Punkt gewonnen zu haben.”
Als nächstes steht nun am kommenden Samstag das Auswärtsspiel beim Aufsteiger Baden Rhinos Hügelsheim an.
Beim heutigen Torwandschießen der Eisbären in der Eingangshalle des Kaufland in Neckarsulm schwangen unzählige Kinder und Erwachsene die Eishockeyschläger und ergatterten Freikarten für das nächste Heimspiel der Eisbären am 21.10. gegen Stuttgart. Highlight für die Eisbären war jedoch der Besuch zweier ehemaligen Kandidatinnen von “Germany’s next Topmodel”.
Gisele Oppermann aus der dritten Staffel von GNTM (Foto rechts) und ihre Kollegin (deren Namen dem Schreiber dieser Zeilen leider nicht bekannt ist – bitte um Aufklärung!) waren parallel bei einer anderen Veranstaltung im Kaufland zu Besuch. Diese Gelegenheit ließen sich die beiden Eisbären-Cracks Tim Riedel und Daniel Brendle nicht entgehen und fragten bei den beiden Damen nach, ob sie auf einen Besuch beim Eisbären-Stand vorbeikommen würden. Dies taten die jungen Damen gerne, und sie ließen sich auch bereitwillig im Eisbären-Trikot mit Marc Oppenländer, Daniel Brendle und Tim Riedel ablichten. Der Einladung von Tim Riedel, heute abend mit den Jungs ins “Green Door” zu gehen, mussten die Models jedoch ausschlagen…
Fotos vom Torwandschießen gibt es demnächst auf der Facebook-Seite der Eisbären.
Mit einem 8:1 (3:1, 3:0, 2:0)-Sieg über die Eisbären Heilbronn hat der EHC Freiburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass der Weg zur Meisterschaft der Regionalliga Südwest in diesem Jahr nur über die Breisgauer führt. Das Team von Trainer Thomas Dolak legte dabei die Messlatte für die anderen Mannschaften sehr weit nach oben – ob erreichbar oder unerreichbar, das wird sich an den kommenden Wochenenden zeigen.
Trotz der klaren Niederlage waren es die Eisbären, die am Anfang das erste Ausrufezeichen setzten. Felix Kollmar bediente in der 3. Minute in Überzahl mustergültig den freistehenden Milan Liebsch, der die Scheibe zum 0:1 ins Tor bugsierte. Freiburg schlug jedoch zwei Minuten später zurück und glich durch Christian Böcherer zum 1:1 aus. Es schien nun das erwartete Topspiel zu werden, denn das Spiel besaß Tempo, gute Chancen, klasse Torwart-Paraden und harte Checks.
Doch nach zehn Minuten wirkten die Eisbären plötzlich gehemmt, während die Gastgeber weiterhin volles Tempo gingen und das Tor von Eisbären-Keeper Max Dürr berannten. Der 19-Jährige behielt bei seinem ersten Senioren-Spiel von Beginn an die Nerven und avancierte zum besten Spieler der Eisbären – und dies vor der beeindruckenden Kulisse von 1200 Zuschauern.
In der 15. Minute kam, was kommen musste: Lutz Kästle erzielte bei doppelter Überzahl das 2:1 für Freiburg. Diesem ließ Timo Preuß kurz vor der ersten Pause noch das 3:1 folgen, als er Dürr mit einem “Bauerntrick” überwand.
Von diesem Moment an hatten die Eisbären den überragenden Gastgebern nichts mehr entgegen zu setzen. Stets waren die Dolak-Schützlinge einen Schritt schneller, so dass das Aufbauspiel der Eisbären meist schon im eigenen Drittel entscheidend gestört wurde.
Der Rest des Spiels ist schnell erzählt und bedarf aus Heilbronner Sicht keiner großen Beschreibung mehr. Böcherer (33.), Linsenmaier (34.) und Kunkler (36.) schraubten das Ergebnis bis zur zweiten Pause auf 6:1. Tobias Kunz (49.) und Nico Linsenmaier (58.) sorgten für den 8:1-Endstand.
Kurz vor dem Ende hagelte es noch Strafen für die Eisbären. Erst kassierte Daniel Brendle eine 10-minütige Disziplinarstrafe für einen Check von hinten, dann musste Alex Weiß für hohen Stock mit Verletzungsfolge vorzeitig duschen gehen.
Angesprochen auf die Meisterschafts-Ambitionen der Eisbären, erklärte Trainer Kai Sellers bei der anschließenden Pressekonferenz, dass das primäre Ziel nun erstmal das Erreichen eines der ersten vier Plätze und damit der Playoffs sei. “Wir hatten heute keine Chance, aber wir freuen uns schon auf das Rückspiel in Heilbronn”, so der Coach, der die Klasse des Gegners neidlos anerkannte und dem EHC Freiburg zu dessen tollen Fans gratulierte. “1200 zahlende Zuschauer, die über 60 Minuten Stimmung machen – darum beneiden viele Vereine den EHC.”
Am Samstag betreiben die Eisbären abseits der Eisfläche Werbung in eigener Sache. Wie schon am letzten Sonntag beim Poco Einrichtungsmarkt können Sie Vorstandschaft und Spieler beim Kaufland in Neckarsulm mit der berühmt-berüchtigten Eisbären-Torwand antreffen. Von 10 bis 18 Uhr findet dort eine größere Veranstaltung statt, in deren Rahmen die Eisbären die Möglichkeit bieten selbst einmal den Schläger zu schwingen und auf die Torwand zu schießen. Außerdem können die Besucher Stehplatz-Freikarten für das nächste Heimspiel am 21.10. gegen Stuttgart abstauben.
Okt 11
7
Wir gratulieren unserem Aufsichtsrat und Eisbären-Gründer Rainer Scholl und seiner Frau Stefanie herzlich zur Geburt ihres Sohnes Lennard, der am Montag das Licht der Welt erblickt hat und bei der Geburt 4050 Gramm gewogen hat. Der Grundstein des 53 cm großen Nachwuchs-Cracks für eine erfolgreiche Eishockey-Karriere bei den Eisbären ist gelegt…
Mit einem überzeugenden 12:1 (4:0, 6:0, 2:1)-Sieg gegen die Black Hawks Bad Liebenzell haben die Eisbären Heilbronn einen Einstand nach Maß in die Saison 2011/12 gefeiert. Dabei freuten sich die Eisbären über den Besuch von stolzen 1.213 Zuschauern, darunter sehr viele Schülerinnen und Schüler von den Schulen aus dem Stadt- und Landkreis.
Im Spiel Meisterschaftsanwärter gegen Abstiegskandidat standen die Zeichen von Anfang an auf Sieg. Dennoch dauerte es fast sechs Minuten bis die überlegenen Eisbären zum ersten Erfolg kamen. Standesgemäß war es Sascha Bernhardt, dem Torjäger und Vereinsvorsitzenden in Personalunion, vorbehalten den ersten Treffer zu erzielen. Für das 2:0 sorgte in der 15. Spielminute Heiko Vogler, der nach seinem Kreuzbandriss wieder in Topform ist und sein erstes Punktspiel seit dem 12. Dezember 2010 bestritten hat. Neuzugang Milan Liebsch (16.) und abermals Vogler (19.) erhöhten vor der Pause auf 4:0.
Auch im zweiten Drittel spielten die Eisbären mit Vollgas weiter, und Marc Oppenländer (26.) und Benjamin Brozicek (30.) netzten zum 5:0 und 6:0 ein. In der Mitte des Spiels nahm Trainer Kai Sellers dann den fast beschäftigungslosen Goalie Marian Metz vom Eis und verhalf dem 19-jährigen Keeper Max Dürr zu seinem ersten Einsatz in der Regionalliga Südwest. In den letzten fünf Minuten vor der zweiten Pause rollte dann nochmal eine Eisbären-Lawine über die Gäste hinweg, deren Widerstand in dieser Phase sichtlich nachließ. Daniel Brendle (35.), Hansi Becker (37.), der 18-jährige Nachwuchs-Crack Patrick Luschenz (38.) und John Kraiss (38.) sorgten für den klaren 10:0-Pausenstand.
Im letzten Drittel der wohltuend fair geführten Partie ließen es die Eisbären dann etwas langsamer angehen, und so dauerte es bis zu 51. Minute, ehe Sascha Bernhardt auf 11:0 erhöhte. Drei Minuten vor dem Ende musste Max Dürr dann doch noch hinter sich greifen, als seine Vorderleute in Unterzahl erst drauf und dran waren, das 12:0 zu erzielen, dabei aber zwei gegnerische Stürmer völlig unbewacht vor der eigenen blauen Linie stehen ließen, die schließlich an die Scheibe kamen und locker zum 11:1 einschießen konnten. Der letzte Treffer des Abends war dem Schweizer Mischa Zeller vorbehalten (59.), dem Kai Sellers den Vorzug vor dem finnischen Neuzugang Ari-Pekka Viitasalo gab, der während der Woche krank war und nicht trainieren konnte.
Zum Spieler des Abends wurde Youngster Robin Platz (Foto) gewählt, der zwar selbst keinen Treffer erzielte, der aber von allen Seiten für seinen Einsatz Lob erntete.
Coach Sellers war nach dem Spiel mit seinem Team zufrieden: “Das Team hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt, wobei es natürlich nächste Woche gegen Schwenningen ungleich schwieriger werden wird. Es freut mich für die vielen Zuschauer, dass sie so viele Tore bejubeln konnten, und es wäre natürlich toll, wenn uns viele von ihnen auch durch die Saison begleiten würden.”
Im zweiten Spiel des Abends schlug der EHC Freiburg die Rhein-Neckar Stars mit 7:2.
Tore:
1:0 (6.) Bernhardt (Becker/Kraiss)
2:0 (15.) Vogler (Kraiss)
3:0 (16.) Liebsch (Gagnon/Brendle)
4:0 (19.) Vogler (Kraiss/Becker)
5:0 (26.) Oppenländer (Platz)
6:0 (30.) Brozicek (A.Metz/Oppenländer)
7:0 (35.) Brendle (Platz/Brozicek)
8:0 (37.) Becker (Kraiss/Vogler) +1
9:0 (38.) Luchenz (Keterling)
10:0 (38.) Kraiss (Becker/Bernhardt)
11:0 (51.) Bernhardt (Kraiss/Becker)
11:1 (57.) Heimann (Gross) +1
12:1 (59.) Zeller (Luschenz)
Am Freitag hat die eishockeylose Zeit für die Freunde der Eisbären Heilbronn ein Ende, denn um 19.30 Uhr empfängt der Regionalligist die Black Hawks Bad Liebenzell zur Saisonpremiere in der Heilbronner Eishalle.
Obwohl das Team der vergangenen Spielzeit bis auf die Stammspieler Igor Dorochin, Florian Resch, Oliver Hackert und David Vetsch zusammen blieb, können die Eisbären am Freitag ganze neun Neuzugänge präsentieren: Torhüter Max Dürr (19 Jahre, kommt von den Junioren des Heilbronner EC), die Verteidiger Christian Baumann (20, HEC Junioren) und Arno Metz (20, Rhein-Neckar Stars) sowie die Stürmer Milan Liebsch (24, EV Lindau), Paul Gagnon (27, USA), Ari-Pekka Viitasalo (31, Finnland), John Kraiss (23, Lippe-Hockey Hamm), Robin Platz (20, HEC Junioren) und Patrick Luschenz (18, HEC Junioren).
Trainer Kai Sellers hat durch den großen Kader in dieser Saison bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Auch wenn mit den angeschlagenen Sascha Bernhardt, Alex Keterling und Tim Riedel voraussichtlich drei Cracks ausfallen werden, kann der Coach mit vier Angriffsreihen spielen. “Gerade gegen einen Gegner wie Bad Liebenzell, der nur einen kleinen Kader hat, bringt es uns einen klaren Vorteil, wenn wir durchwechseln können”, so der Coach, der als klares Ziel die Meisterschaft ausgegeben hat. Diese wird in der neuen Saison erstmals in einer Playoff-Runde ausgespielt, für die sich im März die vier besten Teams der Hauptrunde qualifizieren.
Auch wenn die Eisbären am Freitag gegen das letztjährige Schlusslicht klarer Favorit sind, muss Sellers seinen Spielern deutlich machen, dass dies kein Selbstläufer wird. Denn die Leistung bei den beiden Testspielen in Eppelheim (3:5) und Höchstadt (4:7) ließ noch viel Luft nach oben.
Info: Wer bis Freitag um 14 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff ‘GO EISBÄREN’ und seinem Namen an presse@eisbaeren-heilbronn.de schickt, kann an der Abendkasse eine reservierte Stehplatz-Freikarte abholen.
Nach der Niederlage im ersten Vorbereitungsspiel gegen die Rhein-Neckar Stars mussten die Eisbären Heilbronn auch beim zweiten Test als Verlierer vom Eis gehen. Mit 4:7 (0:3, 2:1, 2:3) unterlag man beim bayerischen Landesligisten Höchstadt Alligators.
Hatte man im Vorfeld noch über die Stärke der Landesliga Bayern im Vergleich zur Regionalliga Südwest gerätselt, so musste man schon nach den ersten Szenen erkennen, dass das Leistungslevel beider Ligen mindestens ausgeglichen ist. Nach gerade mal 2:12 Minuten musste Eisbären-Keeper Marian Metz zum ersten Mal hinter sich greifen, nachdem seine Vorderleute gegen die spritzigen Gastgeber zu spät kamen.
Eine echte Schrecksekunde gab es dann in der 8. Minute, als Patrick Mundanjohl in vollem Lauf mit einem Gegenspieler zusammenprallte und für kurze Zeit bewusstlos am Boden lag. Was zunächst schlimm ausgesehen hatte, ging letztendlich jedoch glimpflich aus, und der robuste Eisbären-Verteidiger konnte den Rest des Spiels von der Tribüne verfolgen. Kurz nach dieser Szene trafen die Alligators zum 2:0, und auch das 3:0 (13.) ließ nicht lange auf sich warten. Die Eisbären wussten sich kaum zu wehren, und so ging es nach einer katastrophalen Schussbilanz von 4 zu 18 Schüssen mit einem 0:3 in die Pause.
Etwas besser kamen die Eisbären dann im mittleren Abschnitt ins Spiel. Zwar erhöhte Höchstadt noch auf 4:0 (27.), doch dann nahmen die Eisbären das Heft in die Hand – mit dem Ergebnis, dass Robin Platz (35.) und Michael Filobok (36.) auf 4:2 verkürzten. Nach 30 Minuten feierte dann auch Max Dürr sein Debut im Eisbären-Dress, als er wie vorher geplant für Marian Metz ins Tor kam.
Im Schlussdrittel bemühten sich die Eisbären zwar um den Anschlusstreffer, doch die Tore erzielten erstmal die Gastgeber in der 46. und 47. Minute zum zwischenzeitlichen 6:2. Drei Minuten vor dem Ende verkürzte Alex Weiß zum 6:3, doch auch diesmal folgte die Antwort auf dem Fuße und die Alligators erhöhten auf 7:3. Den Schlusspunkt setzte Paul Gagnon drei Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer zum 7:4. Trainer Kai Sellers bleiben nun noch fünf Tage Zeit um sein Team auf den Saisonstart am Freitag beim Heimspiel gegen Bad Liebenzell vorzubereiten.
Mit 3:5 (2:0, 0:3, 1:2) haben die Eisbären Heilbronn ihr erstes Vorbereitungsspiel bei den Rhein-Neckar Stars verloren.
Die mit viel Elan gestarteten Eisbären bestimmten im ersten Drittel klar das Geschehen, ohne jedoch zwingende Chancen heraus arbeiten zu können. Erst in der 15. Minute tauchte Marc Oppenländer zum ersten Mal gefährlich vor Stars-Goalie Dominik Wich auf. Diesem Weckruf folgte die stärkste Phase der Eisbären, die jedoch nur fünf Minuten währte. Mit einem Doppelschlag durch Heiko Vogler (18.) und Neuzugang Milan Liebsch (19.) konnten die Gäste die zu diesem Zeitpunkt hoch verdiente 2:0-Pausenführung erzielen, ehe die Pausensirene der Drangphase ein jähes Ende setzte.
Noch nie war die Vorfreude auf eine neue Saison im Lager der Eisbären Heilbronn so groß wie in diesem Jahr – und jetzt hat das lange Warten endlich ein Ende!
Am morgigen Sonntag (19 Uhr) tritt das Team von Coach Kai Sellers zum ersten Vorbereitungsspiel beim Ligarivalen Rhein-Neckar Stars an. Außer dem angeschlagenen Kapitän Hansi Becker und Goalie-Neuzugang Max Dürr können alle Cracks die 70 Kilometer lange Fahrt in die Heidelberger Vorstadt mitmachen. “Morgen werden wir wissen, ob sich die Eindrücke bestätigen, die wir im Training bisher vom Team bekommen haben”, ist auch Sellers gespannt. “Und vor allem ist das Spiel gegen einen Ligarivalen gleich eine super Standortbestimmung für uns”. Der Eisbären-Liveticker wird natürlich auch vor Ort sein und auf der Homepage bzw. auf der Facebook-Seite vom Spiel berichten.
Rechtzeitig zum ersten Spiel ist auch das offizielle Mannschaftsfoto fertig geworden. Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie die 2,5 MB große Datei downloaden.
Torhüter Markus Nachtmann wechselt mit sofortiger Wirkung von den Eisbären Heilbronn zu den Heilbronner Falken. Der 35-jährige Routinier war in den letzten drei Jahren bei den Eisbären “Torwart auf Abruf” und absolvierte in dieser Zeit nur 10 Spiele. “Die Falken haben aufgrund ihrer dünnen Personaldecke noch einen Torwart benötigt und haben gefragt, ob wir Nachti abgeben würden”, berichtet Eisbären-Coach und Aufsichtsratsvorsitzender Kai Sellers, der mit Marian Metz, Max Dürr, Tobias Amon und Jenny Weis dennoch auch weiterhin auf vier gute Goalies zurückgreifen kann. “Im Zuge der von uns angestrebten Kooperation mit dem HEC haben wir hier natürlich gerne ausgeholfen – genauso wie wir es vor zwei Jahren schon gemacht haben als wir Michael Filobok für ein paar Monate abgegeben haben”, so Sellers.
Kurz vor Ende der Transferfrist begrüßen die Eisbären Heilbronn zwei weitere Neuzugänge: Von den Heilbronner Falken wechselt der 19-jährige Torhüter Maximilian Dürr (Foto links) zu den Eisbären. Vom Ligarivalen Rhein-Neckar Stars kommt Verteidiger Arno Metz (20, Foto rechts), der jüngere Bruder von Goalie Marian Metz, an den Neckar.
Damit umfasst der Kader der Eisbären nun stolze 27 Spieler, so dass Trainer Kai Sellers wahrlich aus dem Vollen schöpfen kann. “Bei dem großen Kader haben wir den Luxus, durchgehend mit vier ausgeglichenen Sturmreihen spielen zu können, was uns mit Sicherheit einen großen Vorteil gegenüber unseren Gegnern bringt”, freut sich Sellers. “Alle neun neuen Spieler passen menschlich super in das Team, und durch unser dreitägiges Trainingslager letzte Woche sind sie schon hervorragend integriert”.
Einen Tag nach dem ersten Training hat sich der große Kader der Eisbären um zwei Spieler dezimiert. So wird Trainer Kai Sellers ab sofort auf David Vetsch und Oliver Hackert verzichten. “Beide Spieler können wegen Studium bzw. Beruf die gestiegenen Anforderungen was die Trainingsbeteiligung angeht nicht erfüllen”, so Trainer Kai Sellers. “Deshalb sind wir mit David Vetsch überein gekommen, dass wir getrennte Wege gehen und er sich einen neuen Verein sucht. Oli Hackert wird zwar nicht den Verein wechseln, aber er wird diese Saison wohl komplett pausieren”.
Aufgrund der oftmals geringen Trainingsbeteiligung in der vergangenen Saison und des damit einher gehenden enttäuschenden Abschneidens hat der Eisbären-Coach die Anforderungen an seine Spieler gesteigert: “Wir wollen dieses Jahr um die Meisterschaft mitspielen, und da wir einen großen Kader haben, werden nur die Leute spielen, die auch regelmäßig am Training teilnehmen. Es ist schade, dass wir auf die beiden verzichten müssen, aber ohne regelmäßiges Training können sie dem Team nicht so helfen wie ich es erwarte.”