Zielstrebige Eisbären überraschen Schwenningen mit 9:3

O’zapft is’ – oder anders gesagt: Die Regionalliga-Saison 2017/18 hat begonnen, und zwar mit einem 9:3 (5:0, 3:2, 1:1)-Sieg der Eisbären Heilbronn gegen die Fire Wings Schwenningen.

Obwohl viele Fans bei sommerlichen Temperaturen den Biergarten der Eishalle vorgezogen hatten, legten die Eisbären gleich einen Traumstart hin. Nicht mal eine Minute war gespielt, als Stefano Rupp die Scheibe auf Felix Kollmar passte. Dessen Schuss konnte Schwenningens Keeper Fabian Hoppe zwar noch abwehren, doch dann war es Neuzugang Rupp vorbehalten, bei seiner Premiere für die Eisbären im Nachschuss das erste Saisontor zu erzielen (Foto: Thomas Kircher).

Die Eisbären wussten mit zielstrebigem Offenivspiel zu gefallen. Wie am Faden aufgezogen schwirrten die Pässe so millimetergenau von Schläger zu Schläger, dass die Gäste vom Neckarursprung oft nur staunend zuschauen konnten. Eine solche Puckstafette brachte nach knapp vier Minuten bereits das 2:0. Patrick Luschenz schickt Igor Filobok auf der rechten Seite steil, der leitet direkt weiter auf den am langen Pfosten freistehenden Benjamin Brozicek, der keine Mühe hat zum 2:0 einzuschieben. Auch beim 3:0 durch Patrick Luschenz (10. Minute) war Igor Filobok wieder derjenige, der dem Torschützen die Scheibe direkt auf den Schläger zirkelte.

Das frühe 3:0 sorgte für große Verunsicherung bei den Gästen, die in den Folgeminuten gleich zweimal kurz hintereinander neben dem eigenen Tor die Scheibe vertändelten. Nutznießer war in der 14. Minute erst Stefano Rupp, der seinem Gegenspieler die Scheibe abluchste, sich einmal um die eigene Achse drehte und zum 4:0 einschob. Nicht mal eine Minute später sahen die 346 Zuschauer quasi eine Wiederholung dieser Szene. In der Hauptrolle diesmal: Daniel Steinke. Auch der vom Verteidiger zum Stürmer umfunktionierte Routinier stibizte den Puck vom Schläger seines Gegners und netzte unbedrängt zum 5:0 ein – ein Treffer, der schon mehr als die Vorentscheidung bedeutete.

In den zweiten 20 Minuten machten die Gastgeber dort weiter, wo sie aufgehört hatten – sie suchten zielstrebig den Weg zum Tor. Bis sie das Gehäuse der Gäste jedoch gefunden hatten, dauerte es etwas mehr als fünf Minuten: Kapitän Stefan Schrimpf erhöhte auf 6:0. Auch wenn Stefan Schäfer in der 28. Minute der Anschlusstreffer zum 6:1 gelang, konnten die Fire Wings ihren Gegner kaum in Bedrängnis bringen. Im Gegenteil, denn Felix Kollmar und Benjamin Brozicek schraubten den Spielstand in der 33. Minute mit einem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden auf 8:1. Dennis Böhm verkürzte in der 35. Minute noch auf 8:2.

Im Schlussdrittel verlor die Partie dann deutlich an Fahrt. Die Eisbären lagen uneinholbar in Front und beschränkten sich aufs Nötigste, was den Gästen mehr Raum verschaffte und schon nach 23 Sekunden das 8:3 durch Andreas Erlenbusch brachte. Erst in der Schlussphase zog der Vizemeister das Tempo nochmal an, nachdem Vasilios Maras in der 56. Minute auf 9:3 erhöht hatte. Und beinahe hätte Robin Platz das Ergebnis noch zweistellig gemacht, doch klatschte sein Schuss acht Sekunden vor dem Ende an die Querlatte.

“Wir haben heute durch die Bank eine sehr starke Leistung gebracht”, zeigte sich Trainer Sascha Bernhardt mit dem Saisonstart hochzufrieden. Dabei lobte der Coach auch seine Neuzugänge: “Stefano Rupp hat bestätigt, dass er weiß, wo das Tor steht. Er hätte sogar noch ein, zwei weitere Tore machen können. Und Adrian Kolar wurde nicht umsonst zum Spieler des Abends gewählt. Er hat hinten drin ganz stark gespielt und mit klugen Pässen die Stürmer bedient. Und Vasi Maras ist ja eigentlich gar kein richtiger Neuzugang. Aber auch er hat stark gespielt und hat sich sein Tor redlich verdient.”

Auch Alexander Keterling zeigte sich nach seinem ersten Spiel als Co-Trainer hochzufrieden: “Das Team hat super gespielt und hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Die ersten drei Punkte sind im Kasten, aber am Dienstag wartet mit Bietigheim nochmal ein ganz anderes Kaliber. Und da beginnt das Spiel wieder bei 0:0. Deshalb dürfen wir uns auf den Lorbeeren von heute nicht ausruhen, sondern müssen uns nun auf Bietigheim konzentrieren.”

Spielbeginn gegen Lokalrivalen am Dienstag in der Kolbenschmidt Arena ist um 18 Uhr.

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