Geschlossene Mannschaftsleistung bringt verdienten 6:3-Sieg

John Kraiss trifft zum 3:0 (Foto: Larissa Nied)

Mit 6:3 (1:0, 2:1, 3:2) haben die Eisbären Heilbronn die Fire Wings Schwenningen geschlagen und haben damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Playoffs geholt.

Die erste Überraschung hatten die Eisbären schon beim Warmlaufen für die Fans parat, als überraschend mit Alexander Dexheimer ein “neuer” Spieler auflief, der eigentlich während der vergangenen Saison die Schlittschuhe an den Nagel gehängt hatte.

Von Beginn an sahen die 324 Zuschauer ein Eisbären-Team, das wesentlich entschlossener als in den letzten Partien zur Sache ging und die Partie unbedingt gewinnen wollte. Da auch die Gäste drei Punkte anstrebten, entwickelte sich ein temporeiches Spiel mit guten Torszenen auf beiden Seiten. Die erste Duftmarke setzte dann der überragende Milan Liebsch in der 7. Minute, als er einen Querpass von Alex Keterling zum 1:0 verwandelte. In der 14. Minute wäre dann beinahe noch das 2:0 gefallen, als Gästekeeper Henning Schroth einen Schlenzer von Heiko Vogler durchrutschen ließ. Doch statt weiter ins Tor zu trudeln, blieb die Scheibe kurz vor der Linie liegen, so dass es nach dem ersten Drittel beim 1:0 blieb.

In der 26. Minute erhöhte Michael Filobok während einer 5-Minuten-Strafe der Gäste auf 2:0 – ein Tor, das auf der Schwenninger Bank so heftige Proteste auslöste, dass der Schiedsrichter letztendlich 2 plus 2 Minuten Bankstrafe gegen die Fire Wings aussprechen musste. Alexander Gruhler hatte noch kaum auf der Strafbank Platz genommen, da zappelte die Scheibe erneut im Netz. John Kraiss hatte bei 5 gegen 3 zum 3:0 getroffen (27. – siehe Foto).

Zwei Minuten später hatte Schwenningen die große Chance zum Anschlusstreffer, doch entschärfte der gut aufgelegte Max Dürr im Eisbären-Tor souverän den Penaltyschuss von Steven Zrinski. In der 32. Minute war es dann aber doch so weit: Andreas Erlenbusch nutzte eine Strafe von Alex Dexheimer zum 3:1. Nach diesem Treffer kamen die Gäste besser ins Spiel, was sich auch ins Schlussdrittel übertrug. Kurz nach Beginn des Schlussabschnitts waren alle fünf Eisbären-Spieler weit aufgerückt, ohne sich um den freistehend an der Mittellinie wartenden Markus Zappe zu kümmern. Dieser bekam die Scheibe, zog auf und davon – und scheiterte an dem glänzend reagierenden Max Dürr.

Eine Minute später war aber auch der junge Eisbären-Keeper machtlos, als seine Vorderleute erneut zu weit aufgerückt waren und die Gäste durch Karsten Schulz einen Konter zum 3:2 abschlossen. Nun drohten die Eisbären ins Wanken zu geraten, das Spiel ging in seine entscheidende Phase – eine Phase, in der die Eisbären statt einzubrechen Stärke zeigten und durch Sascha Bernhardt das 4:2 erzielten (44.).  Drei Minuten später hatte Milan Liebsch gar das 5:2 auf dem Schläger, doch scheiterte er am Pfosten. In der 49. Minute war Liebsch dann aber doch mitverantwortlich für die Vorentscheidung. Alex Weiß fing in der neutralen Zone die Scheibe ab, passte quer auf Liebsch, der vor dem Tor erneut auf Weiß quer legte, so dass dieser nur noch zum 5:2 einschieben musste.

Haarig wurde es für die Eisbären nochmal in der Schlussphase, als nacheinander Sascha Bernhardt, Felix Kollmar und Michael Filobok auf die Strafbank wanderten und Schwenningen durch Stefan Schäfer auf 5:3 verkürzte (57.). Gäste-Coach Michael Stegmann setzte nun alles auf eine Karte und nahm seinen Goalie vom Eis, um mit sechs gegen vier Spielern noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch wiederum war es Milan Liebsch, der die Pläne der Fire Wings zunichte machte. Statt die Scheibe mit der Rückhand aus spitzem Winkel ins leere Tor zu schlenzen, passte er uneigennützig auf den besser postierten Paul Gagnon, der mit dem viel umjubelten 6:3 alles klar machte (59.).

Mit dem Sieg konnten sich die Eisbären nun ein kleines Polster auf die Schwenninger verschaffen, die am nächsten Sonntag (5.2.) erneut in Heilbronn gastieren – es ist das Nachholspiel der im Oktober abgesagten Begegnung. Zunächst geht es für die Eisbären aber am Freitag zum ungeschlagenen Tabellenführer nach Freiburg.

Tore:
1:0 (7.) Liebsch (Keterling)
2:0 (26.) Filobok (Liebsch/Gagnon) +1
3:0 (27.) Kraiss (Liebsch/Becker) +2
3:1 (32.) Erlenbusch (Vater/Stöhr) +1
3:2 (42.) Schulz (Schäfer/Vater)
4:2 (44.) Bernhardt (Filobok/Gagnon) +1
5:2 (49.) Weiß (Liebsch)
5:3 (57.) Schäfer (Minervini/Zrinski) +2
6:3 (59.) Gagnon (Liebsch) EN

Strafen:
Heilbronn 18 Minuten
Schwenningen 19 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für Christopher Kohn

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Comments are closed.