Der Tabellenführer behält seine weiße Weste

Die Eisbären Heilbronn marschieren weiterhin verlustpunktfrei durch die Regionalliga Südwest. Am Ende stand am vergangenen Sonntag ein deutlicher 6:1 (2:0/2:1/2:0)-Erfolg gegen das bisherige Überraschungsteam, die Zweibrücken Hornets, zu Buche. Mit 18 Punkten aus nunmehr sechs Spielen bleibt die Truppe von Trainer Kai Sellers weiterhin souveräner Tabellenführer. Es war ein Spiel, bei dem der Sieg der Gastgeber aus der Käthchenstadt nie ernsthaft in Gefahr geriet. Zu dominant traten die Eisbären auf, wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und ließen einmal mehr keinen Zweifel daran, dass ihnen die Rolle als Gejagter der Liga sehr behagt.

Bei den Eisbären Eishockey zu spielen, macht den Cracks momentan richtig spaß.

Eher schleppend verlief allerdings der Beginn der Partie. Es dauerte bis zur 5. Minute, ehe Adrian Kolar mit einem ersten Schlagschuss den starken Gäste-Torhüter Steven Teucke prüfte. In Minute 7 hielt der Schlussmann der Pfälzer erneut stark gegen Manuel Weibler, der ebenso in aussichtsreicher Position scheiterte, wie eine Minute später Stefan Schrimpf.

Als Alex Keterling kurz darauf aber abzog, stand es schließlich doch 1:0 für die Eisbären (10.). Es folgte die einzige gefährliche Aktion der Gäste im ersten Abschnitt. Einen Schuss von Miroslav Hantak konnte Eisbären-Torhüter Tobias Amon nicht unter Kontrolle bringen, seine Vorderleute blieben jedoch hellwach und verhinderten Schlimmeres. In der 14. Minute gab es dann aber ein in dieser Saison sehr gewohntes Bild: ein Eisbären-Tor. Nachdem sich Manuel Weibler schön durchtankte, doch an Steven Teucke scheiterte, konnte Milan Liebsch den Abpraller zum 2:0 verwerten. Der Rest des 1. Drittels brachte weitere gute Eisbären-Chancen (allesamt ungenutzt), während Zweibrückens Offensivaktionen sich auf einen unerlaubten Weitschuss (Icing) in Minute 16 beschränkten.

Der 2. Spielabschnitt sollte die Erkenntnisse der ersten 20 Minuten bestätigen. Milan Liebsch scheiterte zunächst noch mit einem Bauerntrick, doch eine schöne Aktion von Manuel Weibler leitete in Minute 25 den 3. Eisbären-Treffer des Abends ein. Die Heilbronner Nummer 44 verlud elegant einen gegnerischen Verteidiger und hatte dann das Auge für Leontin Kreps, der nur noch einzunetzen brauchte. Es entwickelte sich nun eine fast drückende Dominanz der Eisbären, die sich im Rest des Drittels nur eine einzige Unaufmerksamkeit erlaubten – was prompt den Anschlusstreffer für Zweibrücken ermöglichte. Bei einer schönen Kombination von Stephan Brüstle und Lukas Srnka, die durch Stephan Machura vollendet wurde, hielten die Eisbären einen kurzen Winterschlaf – nur, um im direkten Gegenzug wieder hellwach zu sein: Alex Keterling verwertete noch in derselben Minute einen Abpraller zum 4:1 (30.). Der Rest des zweiten Spielabschnitts war wie schon zu Ende des ersten Drittels ein einziger Sturmlauf der Hausherren, ohne jedoch von weiterem Erfolg gekrönt zu sein. Woran freilich auch erneut der starke Steven Teucke im Gästetor einen gehörigen Anteil hatte.

Das letzte Drittel brachte dann auch keine Wende mehr. Weiterhin dominierten die Käthchenstädter, die allerdings bei einigen guten Überzahlchancen zu fahrlässig mit ihren Chancen umgingen. Ein Tatbestand, der sich meistens rächt, nicht aber, wenn eine Mannschaft, wie heute die Eisbären, gefühlte 90 Prozent Puckbesitz hat. So dauerte es zwar ein wenig, aber in der 56. Minute bediente Axel Hackert den unermüdlichen Manuel Weibler dann mustergültig – das 5:1 war die Folge. Vier Sekunden vor Spielende hatte Zweibrücken dann wohl bereits die Schlusssirene gehört, denn plötzlich befanden sich Axel Hackert, Manuel Weibler und Milan Liebsch allein im gegnerischen Angriffsdrittel. Letzterer schloss ohne Mühe zum 6:1-Endstand ab.

Fazit: Die Eisbären Heilbronn gehen gut gerüstet ins Auswärtsspiel zu den Stuttgart Rebels (Freitag, 2. November, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau), wo es zur Revanche für das Halbfinal-Aus in der vergangenen Spielzeit kommt. Auch die 1b des EHC Freiburg, die am kommenden Sonntag, 4. November, zu Gast in Heilbronn ist (19 Uhr, Kolbenschmidt-Arena), dürfte gegen die Eisbären einen harten Arbeitstag vor sich haben.

(Klaus Drienko)

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